Essay

Ira Wilhelm en Ard Posthuma

'Verhuizen' van Peter Theunynck

7 maart 2011

Ira Wilhelm en Ard Posthuma vertaalden beiden het gedicht ‘Verhuizen’ van de Vlaamse dichter Peter Theunynck in het Duits.

Der Umzug

Wir trugen einen Teil deines Lebens hinaus. Im Kofferraum häufte sich, was du unter unserm Dach zusammengesammelt hast. Es lag endlich verschnürt, in Haufen kaschiert in Kartons: So viel wie möglich zugleich sollte

fort in die größere Stadt, wo du in einem kleineren Zimmer, mit fremderen Leuten leben wolltest. Nicht mehr mit uns. Du versprachst, uns noch oft zu besuchen. Ich erinnere mich, Jahre zuvor dasselbe getan zu haben beim Heben und Tragen,

doch sah ich in deinen Augen ein andres Leben flackern, in breiteren Boulevards mit höheren Häusern, größeren Bäumen, zigsprachigen Straßencafés. Goldene Jahre des Eroberns! Uns blieb nichts, als langsam leerzuräumen, loszulassen - eine unersprießliche Ackerei.

Uns blieb nichts, als uns mit weniger von dir zu arrangieren.

[Vertaling: Ira Wilhelm]

Umzug

Wir trugen einen Teil deines Lebens nach draußen.
Im Laderaum türmte sich alles, was du unter unserem Dach
gestapelt hattest. Es lag verschnürt, mit verbundenen Augen,
in Kartons gesteckt, es sollte samt und sonders

hinüber in eine größere Stadt, wo du in kleineren Zimmern
mit Fremden wohnen würdest. Nicht länger mit uns.
Du sagtest, du wolltest uns öfters besuchen. Ich hatte vor Jahren
dasselbe versprochen, als ich meine Kartons schleppte.

Dir aber dämmerte schon ein anderes Leben, in breiteren Strassen,
mit höheren Häusern, größeren Bäumen, Bistros in vielerlei Sprachen.
Die goldenen Jahre der Eroberung. Wir sollten allmählich
ausräumen, loslassen, roden was uns ans Herz gewachsen.

Wir mussten mit weniger von dir zurechtkommen.

[Vertaling: Ard Posthuma]